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Leserbrief von Jürgen Rochlitz zum Thema: Strom von heute und morgen.
Unser Vorsitzender, Prof.Dr.Jürgen Rochlitz schrieb an die Märkische Allgemeine Zeitung einen Leserbrief:

Strom von heute und morgen

A)    Sonne und Wind

Leider gibt es im Westhavelland – ebenso wie im Land Brandenburg – nur eine auf Emotionen beruhende Debatte um die richtige Energiepolitik. Man kann den Eindruck gewinnen, die Diskutanten haben sich überhaupt nicht mit den Fakten auseinandergesetzt. Und diese Fakten lassen sich summarisch so zusammenfassen:
Im Jahr 2011 erreichte der Stromverbrauch aus erneuerbarer Energie die 20%-Marke – ein Ziel, das auch Ökooptimisten vor Jahren nicht für möglich hielten. Der Anteil der Solaranergie dabei war ca. 3 %. 18 Milliarden Kilowattstunden (TWh) wurden von den Solardächern und Großanlagen eingespeist, das entspricht dem Stromverbrauch von Thüringen oder  etwa 5 Millionen Haushalten. Selbst im Januar mit seinen niedrigen Sonnenständen ist die Solareinspeisung zu manchen Mittagszeiten so groß wie die eines Atomkraftwerks.
So konnte Deutschland die letzten kritischen kalten Januar-Tage ohne blackout überstehen und sogar noch Strom an das atomabhängige Frankreich exportieren. Grund waren die mittäglichen Solareinspeisungen bei kaltem Sonnenwetter zusammen mit der Windenergie. Die beiden erneuerbaren Energiearten kombinieren sich mittlerweile zu einer beachtlichen Grundlastversorgung.
In der MAZ vom 31.01.2012 wurde dazu behauptet – wie übrigens ähnlich lautend in vielen Leserbriefen -: „Doch es ist ein naiver Traum zu glauben, die Stromversorgung ließe sich in halbwegs naher Zukunft durch Photovoltaik und Windkraft gestalten.“
Wer hier naiv ist, möge jeder selbst entscheiden. Jedenfalls bestärkt die aktuelle Entwicklung die Szenarien von Umweltbundesamt, Sachverständigenrat für Umweltfragen und des Wissenschaftlichen Beirats für Globale Umweltveränderungen, die  eine Energieversorgung ohne Atom- und Kohlekraft als möglich und notwendig ansehen.

B)         Wozu   Gaskraftwerke in Brandenburg?

Landrat Burkhard Schroeder hat den Wusternarker Gemeinderäten „Kiezdenken“ bei ihrer Ablehnung des Gaskraftwerks vorgeworfen. Doch ist die Frage zu stellen, wozu benötigen wir in Brandenburg Gaskraftwerke?
Aus erneuerbaren Energieträgern wurden in Brandenburg 2009   knapp 12 Milliarden kWh Strom erzeugt, verbraucht wurden hier knapp 14 Mrd. kWh. Das heißt doch, dass Brandenburg eigentlich weder die großen Braunkohle- noch zusätzliche Groß-Gaskraftwerke benötigt. Die Lücke zwischen Verbrauch und Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen dürfte sich in 2012 schließen. Der Überschussstrom wird in die industriereicheren Bundesländer im Süden und Westen exportiert.
Zusätzliche Gaskraftwerke werden ausgerechnet in Brandenburg überhaupt nicht benötigt, da sie hunderte Kilometer vom möglichen Verbrauchsort stehen würden.
Die Behauptung – die kritiklos von der politischen Klasse übernommen wurde – man brauche solche Kraftwerke, um Wind- und Sonnenflauten auszugleichen, ließ außer acht, dass dazu allenfalls kleinere Gaskraftwerke in der Nähe des Verbrauchs mit der Möglichkeit zur Kraft-Wärme-Kopplung benötigt werden.
So war es faktenbewusste Politik der Gemeindevertretung Wustermark, den Bebauungsplan für das Groß-Gaskraftwerk abzulehnen. Die Schelte von Landrat Schroeder muss daher zurückgewiesen werden. Er und seine Dezernenten haben im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, als seinerzeit vom Investor das Gasprojekt vorgestellt wurde, keinerlei kritischen Fragen gestellt.
Auch das Gaskraftwerk Premnitz ist wie Wustermark  überflüssig und daher ebenfalls – wie Wustermark – nicht wirtschaftlich zu betreiben. Dies gilt umso mehr, als nebenan eine Müllverbrennungsanlage Strom und Wärme für den Industriestandort erzeugt.
Kritisiert wird ja meist die „teure“ Förderung des Regenerativ-Stroms.
Ihre Betreiber können  mit zwischen  9  Cent (Wind an Land) und  20  Cent (Solarstrom) als Einspeisevergütung  rechnen. Die Differenz zum  Börsenpreis des Stroms wird auf alle Verbraucher umgelegt. So verteuert  sich der Strom derzeit um 3,5 Cent pro Kilowattstunde, was sich im Jahr pro Haushalt auf 125  € summiert. Dieser tatsächliche negative Effekt des des Erneuerbaren Energie-Gesetzes (EEG) würde aber entfallen, wenn  die energieintensive  Industrie ebenfalls zur Umlage herangezogen  würde. Dort  hat man in zwanzig Jahren EEG sehr gut gelernt, wie Energie einzusparen ist;  ihre Schonung vor der Umlage ist nicht mehr zeitgemäß.

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